Monatliches Archiv für Juni, 2009

“Unlucky for some – thirteen”

Ja, ich hatte gestern leider kein Glück. Wie angekündigt ging ich gestern Abend zum Bingo spielen ins Casino. Wie ich mich zuvor informiert habe, ist Bingo in Grossbritannien und Irland weit verbreitet. Im Casino in Galway war gestern jedenfalls einiges los, es schien beinahe so, als würde die ganze Stadt Bingo spielen wollen. Der Grund dafür war der hohe Jackpot: 6′400 € konnte man mit einem Schlag abräumen.

Bingo spielen ist – so dachte ich jedenfalls – etwas für ältere Leute, doch dem war gar nicht so. Viele Junge waren in der grossen Halle anzutreffen, selbst Kinder spielten mit. Bingo ist halt vor allem ein sozialer Event, deshalb wars für mich jetzt nicht so interessant und gewonnen habe ich auch nichts. Aber es war ganz lustig mal all den Leuten von Galway zuzusehen, wie sie sich freuten und ärgerten. Den Jackpot hat übrigens niemand geholt. Der beträgt nächsten Sonntag nun 6′800 €.

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Arrived – safe and happy

Gestern zu später Stund bin ich schliesslich bei meiner Gastfamilie, den Gilmores, angekommen. 8 € hatte der Taxifahrer verlangt, und mich gleich gewusst zu beunruhigen, denn er sagte, dass man in der Gegend lieber nicht alleine unterwegs sein sollte, sobald es dunkel werde.

Naja, jedenfalls ist die Gegend, in der ich die nächsten zwei Monate wohne, wohl eine ziemlich typische für Irland: Jede Menge kleiner Reiheneinfamilienhäuser. Es ist wirklich lustig durch diese Strassen zu gehen. Sobald es nicht mehr regnet, werde ich ein paar Photos machen. Das Ehepaar Gilmore bewohnt eines dieser Häuser. Ich lernte erst einmal nur Carol kennen: Sie ist wirklich sehr nett und freundlich und in etwa so, wie ich sie mir vorgestellt habe. Sie redet sehr viel, aber da sie ursprünglich aus Wisconsin (USA) stammt, hat sie keinen starken irischen Dialekt und so verstehe ich eigentlich alles. Sie reist für ihr Leben gerne und wenn sie Japan oder Korea besucht, dann kommt sie bei ehemaligen Studenten bei ihr unter. Mit diesen pflegt sie jedenfalls zum Teil noch Jahre lang Kontakt und viele kommen sie später wieder besuchen.

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On the road with Dire Straits

Alle Check-In Schalter hinter mich gelassen, durch Passkontrollen und Zoll, Wartezeiten abgesessen und Turbulenzen während des Fluges überlebt: Ich bin in Irland angekommen. Zu meinem Erstaunen schien in Dublin die Sonne während in Zürich dunkle Wolken die Sicht auf den Himmel versperrten.

Doch das Wetter hat bereits wieder gewechselt. Als ich mit dem Bus von Dublin los fuhr, fielen die ersten Regentropfen. Doch nun kann ich einen freien Sonnenschein geniessen. Vier Stunden Busfahrt, das ist anstrengend. Zum Glück gibts Musik und dieser tolle Bus hat eine – wenn auch sehr langsame – Internetverbindung.

Die ersten Photos konnte ich auch bereits schiessen, doch es ist schwierig aus einem fahrenden Bus gelungene Photos zu machen. Doch man kann die Photos ab sofort in der Galerie begutachten.

In  Galway werde ich dann vermutlich ein Taxi nehmen müssen. Das Auto meiner Gastfamilie scheint pünktlich zu meiner Ankunft einen Defekt zu haben. Halb so wild, ich habe einen passenden Taxianbieter bereits gefunden und so teuer wird die Fahrt (ca. 5 km) auch nicht.

Achja, ganz vergessen: Irland ist toll ;)

With bag and baggage

Nur noch wenige Stunden trennen mich von meinem Abflug nach Irland. Morgen um Punkt 12 Uhr besteige ich den Zug in Worb um in Richtung Irland aufzubrechen. Die letzten Tage waren leider viel zu stressig, in allen Bereichen, und so bin ich gar nie wirklich zum Packen gekommen. Heute abend habe ich es dann doch in Angriff genommen, doch erstaunlicherweise ist es gar nicht so viel, dass ich mitnehmen will. Kleider natürlich, ein paar Bücher, Hygenie, Photokamera, Netbook, das wars dann eigentlich auch schon:

Gepäck vor der Abreise

Ehe man jedoch packen kann, muss man ordentlich viel Wäsche machen und deshalb bin ich eigentlich nur den ganzen Abend daran Wäsche aus der Waschmaschine zu nehmen, aufzuhängen oder in den Trockner zu legen. Das heisst auch, dass ich heute nicht allzu früh ins Bett komme, obwohl ich morgen früh aufwill.

Vorhin war ich übrigens noch mit meiner Familie Essen. Abschiedsessen sozusagen. Wir waren in der Eisblume in Worb. Wirklich ein fantastisches Lokal für festliche Anlässe. Natürlich auch entsprechend teuer, aber wenn man nach Irland verreist, wird man ja schliesslich eingeladen :D Wer will, kann sich gerne mal auf der Webseite des Restaurants umsehen: www.eisblume-worb.ch

So, und nun wird gleich der Timer klingeln um die nächste Wäsche rauszuholen…

Du bist Terrorist

Es ist auch schon etwas älter, doch sicher gibts noch welche, die das Video nicht kennen:

Du bist Terrorist! Eine Kampagne gegen Terroristen.
Gemeinsam für ein sicheres Deutschland. Die Kampagne „Du bist Deutschland“ war 2005 der Beginn einer positiven Stimmungswelle im ganzen Land. Diese gebündelte Energie hat sich 2009 umgekehrt, denn nun bist du potenzieller Terrorist und wirst überwacht.

Leider betrifft das ja nicht nur Deutschland, sondern generell ist zu beobachten, wir dass Misstrauen des Staates gegenüber seinen Bürgern wächst. 1984 lässt grüssen.