First week at school

Nun ist sie bereits vorbei: Die erste Woche in der Schule ist bereits vorbei. Wie immer: Es ging alles so schnell vorbei. Wo fangen wir an? Am Montag begann die Schule bereits um 8.30, weil man sich registrieren muss. Mein Schulweg nimmt etwas mehr als 30 Minuten zu Fuss in Anspruch. Da die Iren das Wort “Fussgänger” nicht zu kennen scheinen und wie Verrückte fahren, ist der Weg immer wieder ein Abenteuer.

Anyway: Die Atlantic Language School ist in einem sehr modernen Gebäude gleich im Stadtzentrum von Galway platziert. Das Gebäude wurde, wie die meisten grossen Häuser in Irland, erst in den letzten 5 oder 10 Jahren gebaut worden. Auf einem ganzen Stock sind einige Büros, eine Reception und ca. 25 Schulräume verteilt. An sich alles ganz übersichtlich. Das erste was mir an diesem Montag auffiel, dass es sehr viele neue Schüller hatte. Wohl mindestens 30 neue Schüler. Was wirklich etwas schade ist, dass viele von denen ebenfalls aus der Schweiz kommen und so während der Pause oft Schweizerdeutsch gesprochen wird. Dann muss man halt konsequent sagen, dass man hier nur Englisch spreche.

Nach der Registrierung folgt dann der “Placement-Test”. Vier Seiten voll mit  Multiple Choice Fragen, die dann innerhalb von 60 Minuten beantwortet werden sollen. Zusätzlich kommt noch ein etwa fünf Minuten Gespräch mit einem Lehrer um die sprachlichen Fähigkeiten zu testen. Bereits eine halbe Stunde später steht dann fest, in welche Klasse man kommt bzw. welchen Level man belegt (Elementary, Beginner, Lower Intermediate, Intermediate, Upper Intermediate und Advanced). Ich wurde, zu meinem eigenen Erstaunen, bereits in die zweit höchste Stufe, dem Upper Intermediate, eingeteilt. Mein Englisch ist vielleicht besser als ich befürchtet habe. Ich merke das auch zuhause: Ich habe wirklich keinerlei Mühe Carol zu verstehen. Selten gibt es ein Wort, dass ich nach fragen muss. Doch das freie und natürlich möglichst fehlerfreie Sprechen bereitet mir noch genug Mühe. In der Klasse selbst bin ich doch einer der besten und ich denke es wird nicht allzu lang dauern, ehe ich in eine Advanced Klasse aufrücken darf.

Der Unterricht dauert von 9 bis 12.30 am Morgen (mit einer halben Stunde Pause) und am Nachmittag von 13.30 bis 15 Uhr. Am Morgen wird viel mit Übungen, Texten und ähnlichem gearbeitet. Der Nachmittag ist dann dafür da das gelernte anzuwenden, denn dort wird eigentlich nur diskutiert und gesprochen. Unser Lehrer am Morgen, Aaron, ist wirklich sehr amüsant und es macht wieder richtig Spass in die Schule zu gehen. Das Klima ist aber ein ganz anderes als man es jetzt von der Schule kennt. Man hat keine Pulte oder sowas, alle sitzen an einem grossen Konferenztisch. Wenn jemand zu spät kommt ist das egal, wenn jemand gar nicht kommt auch. Es sind ja schliesslich alle freiwillig da. Die Schüler kommen von überall und sind beliebig alt. Natürlich sind die meisten zwischen 18 und 22, doch wir haben in unserer Morgenklasse gleich 3 Schüler über 30 bzw. sogar 40. Neben den vielen Schweizern haben wir auch sehr viele Spanier in der Schule. Dann noch einige Deutsche, Italiener, Franzosen und Russen. Und Asiaten natürlich. So haben wir in unserer Klasse zwei Südkoreaner und einen Japaner.

Es ist wirklich extrem einfach mit den Leuten ins Gespräch zu kommen und so lernt man an einem Tag so viel Englisch, wie man es sonst in einem Monat tun würde. Unterdessen ist es für mich beinahe einfacher Englisch zu sprechen, statt Deutsch, denn auch wenn ich in Englisch nicht alle Wörter kenne, die ich brauche, so will ich im Deutschen ständig die englische Grammatik anwenden. Es ist wirklich faszinierend wie schnell man sich diese Sprache und Denkweise aneignet.

Da die Schule bereits um 15 Uhr fertig ist, bleibt jeden Tag noch genügend Zeit um Stadt, Land und Leute kennen zu lernen oder sonst etwas zu unternehmen. Die Schule selbst bietet aber auch eine Vielzahl an verschiedenen Aktivitäten an. Book Club, Film Club, Cultural Lesson, Vocabulary Lesson, Pub Night, City Walk und an den Wochenenden drei verschiedene eintägige Touren zu den Cliffs of Moher, den Arran Islands oder nach Connemara.

Also bisher kann ich sagen, dass die Schule wirklich fantastisch ist: Moderne Räumlichkeiten, extrem freundliche Leute, sehr gute Lehrer, tolle Atmosphäre, tolle soziale Aktivitäten und sehr professionell. Was will man mehr?

Ich weiss, ich sollte endlich ein paar Photos machen, aber wenn es dauernd regnet mag ich die Kamera nicht mitnehmen. Aber diesen Samstag gehe ich nach Connemara und werde sicherlich Photos machen. Hoffen wir mal, dass es neben dem Regen auch etwas Sonne hat.

Cheers

1 Antworten zu “First week at school”


  • Lieber Joel,
    mich freut es sehr, dass es dir so gut gefällt, deine Familei so nett ist und du so unternehmungslustig bist.

    Kuss Mami

Hinterlasse eine Antwort