Mindestens einen Beitrag über Irland bin ich noch schuldig, denn über meine letzten Tage in Irland habe ich noch nichts geschrieben. Seit letzten Sonntag bin ich nun bereits wieder zurück in der Schweiz, arbeite wieder und fiebere dem Studiumsbeginn entgegen. Doch jetzt möchte ich zuerst noch einmal meinen Abschied von Irland beleuchten.
Am Mittwoch ging ich wie angekündigt ein zweites Mal zu den Celtic Tales, der Erzählstunde von Rab Swannock Fulton und wieder war es ein zauberhafter Abend voll mit bösen Feen, Nymphen, Teufeln und Dämonen. Diesmal habe ich sogar einige Photos gemacht. Ihr könnt sie in der Galerie “Galway” sehen.
Am Donnerstag war dann bereits mein letzter Tag in Galway selbst, denn am Freitag morgen wollte ich bereits mit dem Bus nach Dublin fahren umd dort dann noch die letzten Tage bis zum Sonntag zu verbringen. Der Abschied von meiner Gastfamilie war härter als ich es erwartet habe, in diesen zwei Monaten habe ich sie wirklich sehr lieb gewonnen. Mit meinem Lehrer habe ich noch meine Chancen für das Cambrigde Cambridge Certificate in Advanced English (kurz CAE) angesehen. Ich habe von ihm ein Beispielexamen erhalten und dieses hätte ich bereits bestanden. Viel müsste ich also für das Examen gar nicht mehr tun. Vermutliche absolviere ich es dann im Dezember in der Schweiz.
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Am Sonntag geht mein Flug zurück in die Schweiz und bis dahin ist es nicht einmal mehr eine Woche. Natürlich werde ich Irland vermissen, vor allem die vielen tollen Leute die ich während meinem Aufenthalt in Galway kennen gelernt habe, doch genauso freue ich mich jetzt auch wieder auf die Rückkehr in die Schweiz. Arbeit, Studium, Freunde, Familie, das alles wartet in der Schweiz auf mich. Doch bis dahin geniesse ich meinen Aufenthalt hier in Irland noch in vollen Zügen, und das heisst nicht (nur) in vollen Zügen aus dem Pint Guinness.
Am Samstag hiess es Abschied nehmen von einer französischen Mitstudentin und Mitbewohnerin. Sie kam eine Woche nach mir und blieb insgesamt sechs Wochen. Wir brachten sie am Nachmittag an den Flughafen von Galway (ja, Galway hat einen eigenen Flughafen, der ist aber sehr, sehr klein). Vorher gabs jedoch zum Abschied noch ein richtiges Irisches Frühstück in einem kleinen Café. D.h.: Gebratener Speck, Spiegeleier (natürlich beidseitig gebraten) und Würste. Auf die Baked Beans habe ich verzichtet. Dazu eigentlich Tee, aber ich konnte auch einen Kaffee ergattern, der sogar einigermassen Geschmack hatte.
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Guinness Family im Skeff
Irgendwie gehen ja manche Leute davon aus, dass ich in Irland nur von Pub zu Pub ziehe und langsam zum Alkoholiker verkomme. Natürlich ist das völlig falsch. Ich bleibe jeden Abend zuhause und lerne fleissig Englisch. Ehrlich!
Nein, um ehrlich zu sein, ja mein Alkoholkonsum hat sich in Irland schon vervielfacht, doch bedenklich ist es (hoffentlich) nicht und da ich jetzt mit einer Erkältung zuhause sitze, kann ich ja mal über die Trinkgewohnheiten der Iren schreiben.
Ich weiss natürlich nicht, wie es bei anderen irischen Familien aussieht, aber Jim, mein irischer Gastvater geht jeden Abend in die Stadt. Egal wie das Wetter ist oder wie schlecht es ihm selbst geht. Als er mal halb krank war und ich ihn fragte, weshalb er nicht zuhause bleibe, meinte er, dass es für ihn nur umso wichtiger sei, aus dem Haus zu kommen, wenn er sich nicht gut fühle. Ausgehen heisst bei ihm folgendes: Carol, seine Ehefrau bringt ihn um 8 Uhr in die Stadt und er bestellt seine ersten 2 bis 3 Guinness beim Pub gleich neben dem Betting Shop und dann pendelt er zwischen Guinness und Wettbüro. Jeden Abend verwettet er so 20 € und gewinnt pro Woche ca. 60 € zurück. Nach 9 Uhr zieht er dann von Pub zu Pub und endet ca. um 11 Uhr im An Pucan, seinem Lieblingspub und um spätestens halb Eins geht er dann mit dem Taxi nach Hause. Jeden Abend, Montag bis Sonntag.
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