Now the days are numbered

Am Sonntag geht mein Flug zurück in die Schweiz und bis dahin ist es nicht einmal mehr eine Woche. Natürlich werde ich Irland vermissen, vor allem die vielen tollen Leute die ich während meinem Aufenthalt in Galway kennen gelernt habe, doch genauso freue ich mich jetzt auch wieder auf die Rückkehr in die Schweiz. Arbeit, Studium, Freunde, Familie, das alles wartet in der Schweiz auf mich. Doch bis dahin geniesse ich meinen Aufenthalt hier in Irland noch in vollen Zügen, und das heisst nicht (nur) in vollen Zügen aus dem Pint Guinness.

Am Samstag hiess es Abschied nehmen von einer französischen Mitstudentin und Mitbewohnerin. Sie kam eine Woche nach mir und blieb insgesamt sechs Wochen. Wir brachten sie am Nachmittag an den Flughafen von Galway (ja, Galway hat einen eigenen Flughafen, der ist aber sehr, sehr klein). Vorher gabs jedoch zum Abschied noch ein richtiges Irisches Frühstück in einem kleinen Café. D.h.: Gebratener Speck, Spiegeleier (natürlich beidseitig gebraten) und Würste. Auf die Baked Beans habe ich verzichtet. Dazu eigentlich Tee, aber ich konnte auch einen Kaffee ergattern, der sogar einigermassen Geschmack hatte.

Am Sonntag gings dann auf die Aran Islands, der letzten Tour rund um Galway. Galway liegt ja an der Westküste von Irland, bzw. in der gleichnamigen Bucht (Galway Bay). Ausserhalb dieser Bucht liegen drei Insel, die sogenannten Aran Islands. Neben den Cliffs of Moher und Connemara die grösste Touristenattraktion in der Region. Normalerweise besucht man die grösste der drei Insel (ca. 1000 Einwohner). Dorthin gelangt man mit einem Schnellboot. Die Fähre hat trotz ihrer Bezeichnung als Schnellboot circa 45 Minuten um zu den Inseln zu gelangen. Zum Glück bin ich durch die häufigen Segelferien nicht anfällig für die Seekrankheit. Den meisten Passagieren des Bootes erging es jedoch weniger gut. Durch zahlreiche hohe Wellen und die hohe Geschwindigkeit des Schiffs war es schon ein ziemliches Auf und Ab, doch wir haben es alle überlebt.

Die Aran Islands kann man dann entweder zu Fuss, per Fahrrad, Bus oder Pferdekutsche  erkunden. Wir wählten den anstrengenden Weg des Fahrrads und verirrten uns einige Male, gewannen so aber einen guten Eindruck der Insel. Karge Felslandschaften, steilabfallende Klippen, hüfthohe Steinmauern und zahlreiche kleine irische Häuschen prägen das Bild. An sich erinnert die Landschaft sehr an die Burren. Glücklicherweise waren wir mit trockenem Wetter gesegnet, nur der Wind arbeitete meist gegen uns, jedenfalls schien es, als bliese er uns immer entgegen.

Schliesslich haben wir dann noch in einem der Pubs gegessen und einmal mehr typisch irischer Live-Music gelauscht – ganz dem Klischee entsprechend. Am Abend schmerzte dann beinahe jeder einzelne Muskel am Leib wegen der Anstrengung. Tja, man sollte halt nicht nur Guinness trinken und jede Art von Sport verschmähen…

Photos von den Aran Islands findet ihr wie immer in der Galerie, bzw. am Ende des Beitrags. Diesmal sind es nicht so viele Photos, vermutlich weil wir so sehr mit dem Fahrrad fahren beschäftigt waren.

Morgen geht es dann noch ein zweites Mal zu den “Celtic Tales”, einem Geschichtenerzähler, der so die Tradition der früheren Unterhaltungsmethode in den Pubs fortsetzt. Fantastisch! Diesmal vergesse ich auch meine Kamera nicht und werde dann fleissig von den Geschichten um Killerschafen, Killerkätzchen, Killerklabautermännern, Killer… – äh ja, ihr wisst worauf es hinausläuft.

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