Bereits am ersten Wochenende nach meiner Rückkehr setzten wir uns wieder an den Tisch und erzählten, rollten Würfel und tranken Eistee. Zwei Monate ohne Rollenspiel waren schon hart genug. Umso erfreulicher war es denn, dass wir ein von mir langersehntes Rollenspiel endlich einmal ausprobierten: Opus Anima Investigation. Eine erste Rezension zum kleinen Regelwerk vom Hause Prometheus Games habe ich bereits vor meiner Abwesenheit publiziert, doch durch ein Regelwerk zu blättern ist doch etwas ganz anderes, als es am Spieltisch zu erleben.
Das Ganze muss natürlich etwas schnell gehen und so schnappte ich mir den Fall, der im Regelwerk bereits als “Startabenteuer” zu finden ist, habe die Archetypen ausgedruckt und eine Spielrunde zusammengetrommelt. Letzteres war einfacher als gedacht, anscheind schien das Interesse an dem “etwas anderen” Rollenspiel doch grösser als vermutet. Am Ende waren wir dann fünf Spieler und meine Wenigkeit als Meister, ehrlich gesagt war die Gruppe etwas zu gross, doch vorab sei erwähnt: Es endete jedenfalls nicht in einem Desaster…
Neben Opus Anima Investigation habe ich mir auch gleich noch die limitierte Neuauflage von KULT/OKKULT besorgt, die Ulisses Games ebenfalls zur RPC Köln rausgegeben hat. Ich kannte das Spiel nicht, welches 1991 (englisch) bzw. 1992 (deutsch) veröffentlicht wurde und eigentlich ist eine limitierte Auflage von 500 Stück wohl eher an nostalgische Fans des Spiels gerichtet, als an Neueinsteiger. Doch das Cover sah toll aus, die Beschreibung des Inhalts ebenfalls und ein wirkliches “Horror”-System habe ich sowieso noch gesucht. KULT ist da aber etwas unverfänglicher, da sich die Produktepalette auf ein Regelwerk beschränkt (bzw. in diesem das Magiewerk ebenfalls enthalten ist).
In den letzten beiden Wochen habe ich das Buch beinahe von A bis Z durchgelesen. Das ist schon mal ein gutes Zeichen, denn das mache ich mit Rollenspielbüchern selten. Eher wird darin gestöbert und das ganze Stückweise gelesen. KULT fesselte mich aber schnell sosehr, dass ich keine Seite auslassen wollte.
Heute hat mich endlich – auf etlichen Umwegen – ein Paket aus Deutschand erreicht. Darin enthalten war die Neuauflage von KULT und Opus Anima Investigation.
Einkauf auf dem Rollenspielmarkt
Von Opus Anima konnte ich ja bereits etliche Male schwärmen und ich wiederhole es gerne noch einmal, dass ich vom Grundkonzept und der Welt begeistert bin. Ganz zu schweigen von der Aufmachung des Grundregelwerks – ein schöner und vor allem atmosphärischer illustriertes Buch ist mir bisher noch nicht in die Finger gekommen.
Zur RPC 09 in Köln hat Promtheus Games nun Opus Anima Investigation raus gebracht und nun reiht es sich in mein Bücherregal ein. Ich hatte bereits Gelegenheit ausführlich durch das Heft durchzublättern und mir eine erste Meinung zu bilden, die aber jederzeit wieder über Bord geworfen werden kann. Weiterlesen von ‘Opus Anima Investigation’
Gerade habe ich durch den Rollenspiel-Almanach erfahren, dass Projekt Kopfkino ein neues Rollenspiel frei zum Download zur Verfügung gestellt hat: Kader 13. Die Schöpfer von RATTEN! – das bisher immer noch niemand ausser mir ernsthaft spielen wollte – haben sich nun an ein wenig üblicheres Thema herangewagt und man kann nun sogar Charaktere auf zwei Beinen spielen. Kader 13 befasst sich mit der Welt von Mystery-Serien, wortwörtlich. Man spielt nämlich Seriencharaktere, wie man sie sonst in Serien wie
Akte X, Alias, 4400, 24, Bones, Navy CIS, Fringe und so weiter. Bei den Filmen sieht es ähnlich aus. Gute Beispiele sind hier Fletchers Visionen, Species, Sie leben!, Staatsfeind Nummer 1, Die purpurnen Flüsse, Imperium der Wölfe, Stigmata und viele mehr.
Da ich die meisten dieser Serien und Filme liebe, scheint man mich wieder mal als Zielpublikum ausgesucht zu haben. Deshalb habe mich mir das Regelwerk mal etwas genauer angesehen.
Entweder ist die aufkommende Nostalgie bei den Akte X Staffeln schuld oder sont was, jedenfalls habe ich in letzter Zeit sehr viel für Mystery übrig. Auch in Sachen Rollenspiel. Schon seit einiger Zeit verfolge ich das neue, ausgesprochen mysteriöse Projekt von Erdenstern, Jens-Christian Seele und Holger Göttmann: 13 Briefe.
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, worum es genau geht. Erdenstern macht tolle Rollenspielmusik und für 13 Briefe haben sie sich selbst übertroffen in Sachen Musik. Aber was soll das ganze sonst zu tun haben?
Seit dem Freitag, 13. März 09 sind zwei Briefe veröffentlicht worden und beide werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten. Nachlesen kann man sie unter www.13briefe.de. Jedenfalls bin ich bereits völlig gefesselt und warte sehnsüchtig auf den nächsten Brief.